SE® Einführungsworkshops
Voraussetzung für die Teilnahme an der Fortbildung in SE® ist der Besuch eines 2-tägigen Einführungsworkshops und ein einschlägiger Quellberuf.
Der Einführungsworkshop darf nicht mehr als 3 Jahre zurückliegen beim Start der Fortbildung.
Über SE®
SE® ist ein Basiskonzept zum Verständnis, zur Prävention, zur Bewältigung und Heilung von Schock und Trauma. Als wertvolle Kurzzeit-Therapie lässt SE® sich in viele Beratungs- und Therapiekonzepte integrieren.
SE® sieht Trauma als die biologisch unvollständige Antwort des Körpers auf eine als lebensbedrohlich erfahrene Situation. Wenn physiologische Überlebensreaktionen nicht vollständig abgeschlossen werden können, bleibt eine Störung der Selbstregulation im Nervensystem weiter wirksam. Vegetative, aber auch psychische und somatische Symptome können die anhaltende Folge sein.
Im Vergleich zu anderen Trauma-Behandlungs-Methoden fokussiert SE® weniger auf das überwältigende Ereignis sondern auf die seither weiterbestehenden Reaktionen des Organismus auf das Ereignis. Ein Hauptaugenmerk liegt auf der Wiederherstellung der Fähigkeit zur Selbstregulierung. Dabei arbeitet man im SE® hauptsächlich mit den physiologischen Reaktionen des Nervensystems. Im Pendeln der Aufmerksamkeit zwischen stabilisierenden Ressourcen und der für das Nervensystem überwältigenden Erfahrung wird die blockierte Überlebensenergie sanft gelöst. Die nicht abgeschlossenen Prozesse werden vervollständigt und der Körper kann die Reaktion auf Bedrohung auf natürliche Weise zum Abschluss bringen. Das Nervensystem findet so wieder zu seiner ursprünglichen Selbstregulationsfähigkeit zurück. Körperliche und psychische Symptome wie Schmerzen, Übererregbarkeit, Ängste, Depression, Dissoziation, Schlaflosigkeit u. a. können sich nachhaltig auflösen, der Mensch aus der Erstarrung wieder in Fluss kommen
Zielgruppe
Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen (Erwachsene, Kinder und Jugendliche), Klinische & Gesundheits- Psycholog:innen, Lebens- und Sozialberater:innen, Physiotherapeut:innen, Körpertherapeut:innen, sowie Sozial- und Heilpäda-gog:innen, Seelsorger:innen, spezialisierte Krankenpflegekräfte, Rettungseinsatzkräfte und andere Personen, die traumatisierte Menschen begleiten.
Wir weisen darauf hin, dass nach Österreichischem Recht nur Ärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin oder Psychotherapeutische Medizin, Psychotherapeut:innen (siehe Liste des Bundesministeri-ums) und Klinische Psycholog:innen zur Ausübung von Traumatherapie und zur Behandlung von Traumafolgestörun-gen befugt sind. Alle anderen Berufsgruppen dürfen lediglich im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit das Wissen und die Methodik von Somatic Experiencing einfließen lassen, aber nicht explizit traumatherapeutisch behandeln.
Für Psychotherapeut:innen wird eine Zertifizierung über den ÖBVP beantragt.
Wichtig ist zu erwähnen, dass SE® eine geschützte Methode ist, die nur unter diesem Namen ausgeübt werden darf, wenn die Fortbildung mittels Zertifikat abgeschlossen wurde. SE® stellt keine eigenständige Berufsqualifikation dar, sondern darf nur im eigenen beruflichen Rahmen angewendet werden.
Termine
- Beginner I: 22. – 27. Mai 2028
- Beginner II: 11. – 16. September 2028
- Intermediate I: 28. Mai – 02. Juni 2029
- Intermediate II: 17. – 22. September 2029
- Advanced I: 24. – 29. Juni 2030
- Advanced II: 16. – 21. September 2030
Während, zwischen oder nach den Fortbildungsmodulen:
- Einzelsitzungen (Stunden siehe Curriculum)
- Supervision (Stunden siehe Curriculum)
- Peergroups